Wie werde ich Mitglied? Bei uns ist es ganz simpel, ein Teil unserer Verbindung zu werden. Du musst zunächst einmal ordentlicher, eingeschriebener, männlicher Student an der Universität oder an der Fachhochschule in Münster sein. Dies hat einerseits historisch-traditionelle und andererseits praktische Gründe, da sich das Zusammenleben unter Männern leichter gestaltet. Es spielt keine Rolle welcher Konfession Du angehörst oder ob Du überhaupt religiös bist. Wir machen zudem keinerlei Unterschiede zwischen Herkunft und Hautfarbe – bei uns kann jeder Student Mitglied werden, der die freiheitlich demokratische Grundordnung (Grundgesetz) anerkennt und respektiert.

Was ist Akademisches Fechten? Unsere Verbindung vertritt neben anderen Grundsätzen auch das pflichtschlagende Prinzip. Das bedeutet, daß alle unsere Mitglieder drei Pflichtmensuren absolvieren müssen. Das Akademische Fechten hat eine lange Tradition, welches die Jahrhunderte überdauerte und Stück für Stück bis zum heutigen Tage verändert wurde. Es folgt einem strengen Regelwerk (sog. Comment) aus diversen Hiebarten, bei dem sich die Gegenpaukanten (= Kontrahenten) zweier unterschiedlicher Verbindungen einem Wettstreit stellen, wobei es am Ende weder einen Gewinner noch einen Verlierer gibt. Wie bei einem Boxkampf gibt es je nach Hochschulort eine bestimmte Anzahl an Runden, die ausgetragen werden, bis das sportliche Duell für beendet erklärt wird.

Warum nehmen wir keine Mädchen bzw. Frauen auf? In der Welt der Studentenverbindungen gibt eine Vielzahl von Verbindungsarten (Burschenschaften, Corps, Sängerschaften, Jagdverbindungen, Akademische Ruderverbindungen, …). Da sich Studenten seit dem 18. Jahrhundert in Gruppen zusammengeschlossen und es Frauen erst seit dem 20. Jahrhundert gestattet ist zu studieren, folgt dies einem traditionellen Hintergrund. Wir sind weder frauenfeindlich, diskriminierend noch sexistisch, was Verbindungsstudenten oft nachgesagt wird – im Gegenteil sind Damen jederzeit herzlich bei uns willkommen! In den 1990er Jahren konnte die Verbindungsszene ein Aufwärtstrend von einigen Damenverbindungen in ganz Deutschland verzeichnen.

Was bedeutet der Begriff Landsmannschaft? Wir sind eine Landsmannschaft, was schlicht bedeutet, dass sich damals Studenten an den Universitäten mit derselben territorialen Herkunft zusammengeschlossen haben. So haben sich Studenten, die sich, in unserem Fall aus der Lausitz kommen, zu einem Predigerkollegium vereint. Im 19. Jahrhundert kam der gängigere Terminus der Landsmannschaft auf. Es ist heutzutage mit einer Gilde, einem Schützen- oder Sportverein vergleichbar, bei dem bestimmte Werte und Ideale vertreten werden, der Sport gelebt und/oder eine Tradition aufrechterhalten wird, bei dem am Ende ein Gremium den Vorsitz erhält, welches sich auf eine Satzung/Geschäftsordnung stützt.